Hier stehen Berichte über meine bisherigen Törns, wobei der aktuelle (Tagesbericht) zu oberst steht.
Also bei Interesse bis ganz nach unten scrollen.......
Donnerstag, 2. Juni 2011
die letzten Stunden in ST. Lucia
Gleich gehts wieder los. Alle Formalitäten mit dem Zoll und dem Marina Office sind erledigt. Ulli wird sich wieder um das Schiff kümmern und im August an Land stellen. Da steht es während der Hurrikane Saison sicherer.
Wir haben in der Marina noch ein paar nette Leute kennen gelernt und so auch mit Holger von der Panthera ein paar Bücher getauscht. Zur Happy Hour trifft man sich an der Boardwalk Bar und anschliessend sind wir zum Essen weiter in eines der Restaurants in der Marina. Die heimischen Spezialitäten sind manchmal etwas missverständlich.
Wenn man z.B. das hier sehr beliebte "Mountain Chicken" bestellt, bekommt man nicht etwa ein knuspriges Berghähnchen, sondern einen hier in den Regenwäldern lebender Riesenfrosch. So halte ich mich meist an den "Catch of the Day"
Wir haben noch ein paar Sachen zu packen, bevor wir die Koffer zu machen können. Ein Taxi wird uns dann gleich zum Flughafen bringen. Der Flug nach New York dauert ca. 5 Stunden und wir sind froh, daß wir, dank Holger, wieder frischen Lesestoff haben. Wir freuen uns jetzt auf die Stadt, "that never sleeps". WIr waren noch nie dort und fürchten, daß unser Aufenthalt eh zu kurz ist um alles auch nur ansatzweise zu sehen.
Ich werde berichten......
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Sonntag, 29. Mai 2011
Rodney Bay
Rodney Bay
Von Marigot Bay bis Rodney Bay sind es nur ein paar Meilen. Der Wind kam direkt von vorn und mit ihm eine Regatta von kleinen Segelbooten. Alle mit Spinnaker. Wir mussten ständig ausweichen, In der Bay lagen nur noch wenige Schiffe vor Anker und auch die Marina ist ziemlich leer. Die meisten Eigner haben ihre Boote für die Hurrikansaison schon weg oder an Land gebracht. Wir bekommen wieder unseren alten Platz und sind mit einem weitern Ehepaar allein am Steg.
Auf der Fahrt gestern, viel mir ein, daß ich unseren amerikanischen Freunden eine falsche Emailadresse gegeben habe. Ich weiß auch nicht wie ich auf die kam. Da keiner was zu schreiben dabei hatte, ist meine Adresse auch das einzige was wir getauscht haben. Aber vielleicht lesen sie ja auch meine News. Deshalb hier meine richtige Adresse:
zimmermann-freudenberg@t-online.de
Hier in Rodney Bay fühlen wir uns schon fast zu Hause. Wir kennen uns aus und fühlen uns wohl hier.
Heute ziehen häufig kurze Schauer vorüber und wir verbringen die meiste Zeit mit lesen.
Zur Happy Hour um 5 gehen wir wieder rüber zur Boardwalk Bar, aber es sind nicht sehr viele Leute mehr dort. Ab morgen wird sauber gemacht und ich muß mich noch um die Zollformalitäten kümmern, wenn wir das Boot wieder hier lassen wollen.
In die Fotogallerie stelle ich gleich auch wieder ein paar neue Bilder, wenn das Netzwerk hier mitmacht.
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Samstag, 28. Mai 2011
Samstag 28.5.

Marigot Bay, wir fahren an Land und schauen uns ein wenig um. Cafes, Restaurants, mehere Geschäfte und Hotels. Alles super gemacht und gepflegt (neu). Im ersten Restaurant an der Einfahrt zur Lagune sind grade ca. 30 Tagesausflügler zurück gekommen und wollen nun etwas essen. Die Bedienungen und der Koch scheinen damit etwas überfordert zu sein. Wir setzen uns dazu trinken einen Rumpunsch. Das Essen (der Anderen) sieht ganz gut aus und wir beschließen zum Abendessen wieder zu kommen. Eine Karte für abends gibt es allerdings noch nicht.
Dafür bringt uns später jemand die Speisekarten von zwei anderen Restaurants ans Schiff.
Wir entscheiden uns dann doch für Doolittle`s Restaurant. Eine gute Wahl, wie sich später heraus stellt. Hier treffen wir auch unsere Freunde aus South Carolina wieder, die heute hier an der „Moorings“ Station ihr Boot wieder abgeben mussten.
Wir liegen die Nacht total ruhig. Kein Wind und kein Schwell.
Heute früh zieht ein kurzer Schauer über uns hinweg. Wir frühstücken in Ruhe und fahren dann weiter nach Rodney Bay.
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Freitag, 27. Mai 2011
Marigot Bay

Freitag, 27.05.
Marigot Bay
Unser Boatboy hat uns wie abgesprochen, zum Frühstück frisches Brot ans Boot gebracht.
Nach dem Frühstück sind wir sofort los in die nicht weit entfernte Marigot Bay. Der Wind war gut und brachte uns direkt vor die Bucht.
Zitat aus dem Buch „Segeln in der Karibik“: Die Marigot Bay ist vermutlich immer noch einer der schönsten Ankerplätze im gesamten karibischen Raum. Der fotogene Ort mit üppiger Tropenvegetation rum um die Bucht diente 1966 als Filmkulisse für Dr. Doolittle…. In der perfekt geschützten Bucht versteckte sich auch der britische Admiral Barrington vor einer vorbeisegelnden französischen Flotte und tarnte die Masten und Riggs mit Palmwedeln………..
Leider unterliegen nicht nur die in dem Buch angegebenen Preise für Moorings und andere Dienstleistungen einer stetigen Inflation. Zu Zeiten des britischen Admirals, war das wahrscheinlich tatsächlich so. Die so schön beschriebene Bucht hat mittlerweile große Ähnlichkeit mit Port Andraitx oder Porto Colom auf Malle. Schöne Bucht, links und rechts bebaut mit einer teuren Marina am Ende. So ist zumindest unser erster Eindruck von unserem Liegeplatz aus. Bevor wir an Land fahren wollen wir aber erst noch die Reste unseres gestrigen Abendessens aufwärmen und noch ein kleines Schläfchen in der Sonne machen.
Schöne Grüße
Andreas und Nicole
Donnerstag, 26. Mai 2011
Soufriere Bay/St. Lucia

Donnerstag 26.5.
Soufriere Bay/St. Lucia
Von der Friendship Bay sind wir Dienstag in die Admirals Bay gefahren. Der Wind war unter 5 kn, so daß wir die Segel drin gelassen haben. Es ist ja auch nur ein kurzes Stück um den Südwestzipfel der Insel. Dort sind wir in unsere „Silvesterbar“ gegangen um schön über der Bucht einen Rumpunsch zu geniessen. Letztendlich sind wir dann auch zum Abendessen geblieben. Mittwoch früh haben wir ausgecheckt noch ein paar Getränke gekauft und sind nach St. Vincent gefahren. Wieder hatten wir das schönste Segelwetter. Ausreichend Wind und kaum Welle bei strahlendem Sonnenschein. Nachmittags kommen wir in der Wallilabou Bay an. Die Bucht ist der Hammer: Kristallklares, tiefes Wasser ein ursprünglicher Strand umgeben von wildromantischer Landschaft. Die Kulissen aus dem Film „Fluch der Karibik“ passen nirgends besser als hier hin. Man fühlt sich 200 Jahre zurückversetzt.
Etwas lästig sind die Boatboys. Nicht daß man nach dem Leinenservice Ruhe hat, bis zum Abend hängt mindestens einer an der Reling. Man wird sie nicht los. Die Armut ist bedrückend und so bieten diese Menschen allerlei Dienstleistungen, Obst, Gemüse oder frischen Fisch zum Kauf an. Für viele Menschen ist das der einzige Bestandteil des Lebensunterhaltes.
Wir lassen uns von einem von ihnen an Land rudern und lernen in der Bar sechs Amis aus South Carolina kennen. Eine lustige Truppe. Nach jedem Rumpunsch wird es lustiger. Irgendwann sind wir dann wieder zurück aufs Schiff, das Abendessen ist ausgefallen. Leider hat jemand kurz vor Sonnenuntergang irgendwo ein großes Feuer angezündet. Zeitweise war die ganze Bucht mit Rauch voll. Heute früh ging es dann schon zeitig los. Ohne Wind bis zur Nordspitze der Insel. Dann plötzlich 18 kn, die bis zu den Pitons anhielten. Hier wurde es dann weniger und die letzten 1,5 sm bis nach Soufriere haben wir den Motor gebraucht. Erst mal schwimmen, dann an Land zum einklarieren. Der Ort ist wunderschön mit farbigen, alten windschiefen Holzhäusern und einer schönen alten Kirche. Im Customsoffice ist es so warm, daß der Schweiß, der mir von der Stirn tropft, das ganze Formular aufweicht und im benachbarten Immigrationsoffice kühlt die Aircondition die Temperatur auf 18 Grad runter. Das tut gut! Wieder zurück auf dem Schiff gibt’s erst mal ein kühles Bier und dann ins Wasser zum Schnorcheln. Wir liegen in einem Marina park und die bunten Korallen und Fische sind schon von Bord aus zu sehen. Danach kommt der Park Ranger und kassiert 20,-- US$
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Dienstag, 24. Mai 2011
Friendship Bay

Dienstag 24.5.
Bequia,
gestern Mittag sind wir von Mustique los und mit einem schönen 4er Wind nach Bequia gesegelt.
Im Süden der Insel gibt es eine geschützte Bucht, die kaum von Seglern angelaufen wird. Die Friendship Bay. Grün bewaldete Hügel ringsum mit ein paar bunten, gepflegten Häusern bebaut. Ein paar kurze Strände und eine schöne Hotelanlage. Aber die sieht nicht sehr belebt aus. Die Saison ist vorbei. Die Einfahrt wird durch Untiefen von beiden Seiten stark eingeengt und bei starkem Strom ist das nur unter Motor zu machen. Wir sind alleine. Ein paar Fischerboote liegen hier vor Anker, aber kein weiterer Segler. Auch an Land ist niemand zu sehen. Wir vertreiben uns die Zeit mit schwimmen und lesen. Gegen Abend kommen noch zwei Segler. Von beiden sieht man bald einen hellen Feuerschein und besonders von dem Kat, der sich noch dichter an den Strand in Luv vor uns gelegt hat riecht man den vielen Spiritus, mit dem er seinen Grill an der Heckreling an macht. Später weht der Wind den Geruch von gegrillten Steaks herüber. Nicole hat schon längst ein leckeres Reisgericht mit Gemüse und Curry zubereitet. Wir liegen noch eine ganze Weile an Deck und schauen in die Sterne, die heute wieder besonders nah erscheinen. Wir liegen grade in der Koje, da fängt es an zu regnen.
Heute früh ist es trocken, aber dunkle Wolken ziehen über uns hinweg. Heute wird es die Sonne schwer haben.
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Montag, 23. Mai 2011
Ein sonniger Tag

Montag 23. Mai
Gestern war Zeit für einen schönen Spaziergang. Am Strand entlang, unter Palmen bis zu einem Brackwassersee der von Mangroven umschlossen ist. Ein Trampelpfad führt zu einer Beobachtungskanzel in der auf Tafeln die vielen verschiedenen heimischen und Zugvögel erklärt werden, die hier zu beobachten sind.
Am Strand feiern „lokal People“ eine Party. Aus einem 3 Meter hohen Lautsprecherturm dröhnt die Musik über die Bucht. Den großen Honda-Generator hört man erst, wenn man direkt daneben steht.
Es gibt Getränke aus der Kühlbox und auch was zu essen. Wir genehmigen uns noch ein Bier in Basil`s Bar bevor wir zurück aufs Schiff fahren. Schwimmflossen und Taucherbrille raus und ab zum Riff. Wir schnorcheln lange. Zurück geht’s dann deutlich langsamer voran. Eine Strömung steht gegen uns. Wir müssen schon kräftig paddeln.
Zum Sundowner sind wir wieder an Land.
Heute Morgen besucht uns wieder „unsere“ Schildkröte. Leider will sie sich nicht fotografieren lassen. Neben dem Schiff glitzern hunderte kleine Fische in der Sonne über dem hellen Sand. Wir fahren gleich nochmal mit dem Dingi zu einem anderen Riff zum Schnorcheln.
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Sonntag, 22. Mai 2011
Mustique

Ein super Segelwetter!
Ein guter 4er Wind aus ESE bringt uns gelassen nach Mustique. Nur leichte Atlantikdünung und strahlend blauer Himmel. Am frühen Nachmittag sind wir da und schnappen uns eine der noch freien Bojen. Dann schwimmen und schnorcheln. Die Tiere werden immer zutraulicher. Rochen kann man vom Boot aus in 8 Meter Tiefe sehen, die Schildkröten schauen einen an, als wollten sie sagen "komm doch ins Wasser", eine Fledermaus hat gestern abend unseren Salon inspiziert und von den Möven ganz zu schweigen.
Gestern haben wir in dem kleinen Laden hier noch das Nötigste gekauft. Während ich das Zeug aufs Boot gebracht habe, ist Nicole schon mal in Basil`s Bar eingekehrt. Als ich nach 10 Minuten nachkomme, sitzt sie am besten Tisch und der Kellner kümmert sich aufopferungsmäßig um sie. Ich setze mich dazu und er zieht freundlich ab. Wir trinken ein paar Cocktails und essen den Catch of the Day. Äußerst lecker. Zurück auf dem Schiff schauen wir noch eine ganze Weile in die Sterne und gehen dann schlafen.
Heute wollen wir wieder schnorcheln. Wir bleiben noch einen Tag hier.
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Samstag, 21. Mai 2011
Mayreau

Eine sternenklare Nacht. Der abnehmende Mond kommt erst spät.
Nur wenige Sternschnuppen fallen vom Himmel. Ein leichter, warmer Wind kommt von Land. Es ist eine wunderschöne ruhige Nacht.
Wir stehen mit der Sonne auf und genießen den schönen Morgen mit einer Tasse Kaffee. Gleich holen wir wieder den Anker hoch und fahren weiter nach Norden. Der Wetterbericht sagt uns erst für nachmittags wieder kräftigeren Wind voraus. Bis dahin wollen wir aber wieder in einer schönen Bucht ankern.
Wir müssten auch nochmal ein paar Lebensmittel einkaufen. Im Kühlschrank ist kaum noch was. Ich glaube in Mustique war ein kleiner Laden.
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Freitag, 20. Mai 2011
Mayreau

Freitag, 20.Mai.
an unserem Ankerplatz am Horse Shoe Reef hatte ich nur einen äußerst schlechten WiFi-Empfang. Es war mir ein Rätsel wo das auch herkam. Deshalb gestern keinen Eintrag.
Wir haben den Tag auch so ganz gut verlebt.
Nicole war immer noch nicht ganz auf der Höhe und ich habe lange geschnorchelt. Rochen ohne Ende. Ich weiß nicht wie viele ich gesehen habe. Gesonnt, geschwommen, gelesen und geschnorchelt.
Nachmittags überrascht uns ein heftiger Regenschauer. Der kam so schnell, daß wir nicht mehr rechtzeitig reagieren konnten. Ich saß noch mit einem Buch auf meinem Lieblingsplatz am Heck in der Sonne, als der Regen schon durch den Salon peitschte. Nach den 3 Sekunden, die Nicole brauchte um das Salonfenster zu schließen, sah sie aus wir frisch geduscht. Nach 5 Minuten war wieder alles vorbei. Die Zeiten haben wir aber auch gebraucht um innen trocken zu wischen. In der Nacht frischte dann der Wind auf. Heute zum Frühstück blies er mit über 30 kn und rüttelte kräftig am Schiff. Wir haben dann den Anker hoch geholt und uns im Windschatten von Mayreau einen neuen Ankerplatz gesucht. Die Saline Bay ist eine recht große und sichere Ankerbucht mit einem wunderschönen langen Sandstrand. Morgen wollen wir wieder von hier aufbrechen und entweder in Canouan oder Mustique vor Anker gehen.
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Mittwoch, 18. Mai 2011
Tobago Cays

Tobago Cays
Mitten in einer Postkartenidylle.
Nur ein paar Meilen von Union Island entfernt, liegen ein paar kleine Trauminseln. Umringt von Korallenriffen. Auch zwischen diesen Inselchen erstrecken sich jede Menge Korallenbänke. Die Einfahrt ist etwas heikel, aber bei hochstehender Sonne und Nicole im Bugkorb als Ausguck gibt es keine Probleme. Leider geht es ihr immer noch nicht besser und so verschieben wir unseren geplanten Schnorchelausflug erst einmal auf morgen.
Das Wasser ist kristallklar und die Umgebung unbeschreiblich.
Hoffentlich können wir noch ein paar Tage hier bleiben.
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Mittwoch, 18. Mai 2011
Union Island

Als Nicole den Anker hoch holt sehe ich schon die dunkle Wolke über die Berge kommen. Wir sind eine halbe Meile aus der Bucht, da sieht man schon keine Yacht mehr und eine Minute später sind auch die Schlepper im Regen verschwunden. Wir bekommen dann auch noch ein paar Tropfen mit bis wir in Hillsborough sind. Das Auschecken geht recht schnell, im Supermarkt noch frisches Brot gekauft und zurück aus Boot.
Nicole hat frischen Kaffee gekocht, möcht aber nichts essen. Nach knapp einer Stunde sind wir wieder unterwegs. Erst unter Motor an mit schönem Ostwind bis vor die erste Untiefentonne. Segel runter, Motor an un 5 Minuten später sind wir an einer Boje fest. Die Sonne brennt, ich schwitze, Nicole friert. Nachmittags fahren wir an Land und gehen zum Flugplatz rüber zum Einchecken. Mittlerweile haben wir Routine. Sauber schreiben, fest aufdrücken, damit alle Durchschläge zu lesen sind und immer freundlich sein. Klappt super. Danach noch einen Rumpunsch an der Bar und zurück aufs Schiff. Jetzt ist es dunkel, Nicole hat sich warm angezogen und ich wärme mir die übrig gebliebenen Bratkartoffeln von gestern auf,
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Dienstag, 17. Mai 2011
Dienstag.17. Mai

Das Meer war glatt wie ein Goldfischteich. Wind 0-3 kn. Nach gut einer Stunde unter Motor kommt der Wind um die Nordspitze der Insel und etwas weiter haben wir ihn dann vom offenen Atlantik. Leider aber auch die Wellen. Aber es läuft prima 20-24 Knoten bringen uns gut voran und um 12.45 Uhr laufen wir in die Tyrell Bay ein. Hier liegen bereits ca. 30 Yachten, 3 rostige Schlepper, ein Frachter und eine Plattform. Beide auch recht rostig. Aber wir finden noch ein Plätzchen und die 5 Yachten, die nach uns kommen auch noch.
Nicole geht’s nicht so gut . Seit heute früh hat sie etwas erhöhte Temperatur und friert schon den ganzen Tag. Sie legt sich in die Koje und ich lese an Deck. Als sie nach 2 Stunden wieder hoch kommt, geht es ihr immer noch nicht besser und ich bin total verbrannt. Habe gar nicht mitbekommen, wie die Sonne brennt.
Da Abendessen mache ich und um 9 sind wir in der Koje. Für Nicole wird es eine unruhige Nacht, aber heute früh scheint es etwas besser zu sein. Zum Glück haben wir ja noch ein paar Kilo Medikamente an Bord, die wir während der ARC nicht gebraucht haben.
Gleich holen wir den Anker hoch und fahren um die Ecke nach Hillsborough. Dort klariere ich schnell aus und dann geht’s sofort weiter nach Union Island zum Einchecken.
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Montag, 16. Mai 2011
Montag 16. Mai
Die gestrige Fahrt war kurz und unruhig. Blies der Wind in der Bucht noch mit 16-18 kn, war es damit draußen vorbei. Wahrscheinlich ein Düsenefffekt. Wir sind gegen den Wind durch die enge Durchfahrt motort und haben dann sofort die Segel gesetzt. Nach 2-3 Minuten war der Spaß vorbei. Schwacher Wind von achtern 6-8 kn und Atlantikdünung mit 1,5 m Welle von der Seite. Um Point Salinas herum waren die Wellen weg aber der Wind wurde auch nicht besser. Der kam erst abends wieder. Wir haben an Bord gelesen bis zum dunkelwerden, Spagetti gekocht, noch ein wenig Sterne geguckt und früh schlafen gegangen.
Heute morgen ist es wieder ganz freundlich, die Sonne scheint und der Windmesser zeigt 9 kn Wind. Wir holen in ein paar Minuten den Anker hoch und hoffen, daß wir die ca. 30 sm bis Carrricacou schön segeln können.
Bis bald
Andreas und Nicole
Sonntag, 15. Mai 2011
zurück Richtung Norden
Baracuda !!!
Gegrillter Baracuda war der Catch of the day. Mit potato pie ein Gedicht. Das hat sich gelohnt. Nicole meint zwar, es wäre sehr "übersichtlich" gewesen, aber den Nachtisch schafft sie dann doch nicht mehr. Ich gönne mir noch einen "Painkiller", nach langen Testreihen nun mein Lieblingscocktail und bin rundum zufrieden. Auf dem Boot schlafen wir dann an Deck ein, bis uns der Regen weckt.
Heute früh habe ich unseren Wassertank wieder aufgefüllt und dann an der Reception ausgecheckt. Ohne Eile werden wir gleich, nachdem wir den Kaffee ausgetrunken haben, ablegen. Der Weg nach Norden, führt uns wieder über St. George`s und dann die relativ lange Strecke bis Carriacuo. Wenn das Wetter so bleibt, geht das aber auch wieder flott.
Sonntag, 15. Mai 2011
Samstag 14. Mai
Eigentlich wollten wir heute wieder los. Aber dann haben wir uns doch umentschieden. Warum so eilig? Den ganzen Tag haben wir gefaulenzt. Gelesen, gebadet, geschlafen und mit dem Dingi ein wenig durch die benachbarten Buchten gefahren. Wir wollten noch eine alte Rumfabrik im Norden der Insel besichtigen, aber da ging heute niemand ans Telefon. Wahrscheinlich hatten die heute am Samstag auch zu. Im Minimarket haben wir dann noch ein bisschen frisches Gemüse gekauft und Nicole hat mir die Haare geschnitten. Jetzt sehe ich wieder halbwegs manierlich aus, meint sie.
Kathi beschwert sich, daß wir nur übers Essen schreiben, aber das ist auch eine unserer Hauptbeschäftigungen hier. Obwohl es gestern abend nichts mehr gab. Nach einem Cocktail sind wir zurück aufs Boot. Der Kellner war ganz entsetzt, hatte er uns doch schon fest zum Essen eingeplant. Aber Nicole fühlte sich gestern nicht so richtig und so haben wir das Abendessen ausfallen lassen. Heute werden wir aber mal schauen was auf der Tageskarte angeboten wird. Der Koch hier ist so gut, daß müssen wir ausnutzen.
Gestern habe ich noch ein paar Fotos in die "Fotogalerie" gestellt.
Also auch da nochmal klicken.
Schöne Grüße
Andreas und Nicole
Freitag, 13. Mai 2011
Inselrundfahrt

Jessi, unsere Freundin von gestern Abend, hat uns um 9.40 Uhr abgeholt und hat sich sichtlich gefreut uns etwas zeigen zu können. Wir haben uns natürlich mindestens genauso gefreut, daß wir eine so nette und freundliche Person kennen gelernt haben, die uns herum führt.
Eine kurze Fahrt die traumhafte Küste entlang zu einer Shoppingmall. Hier gibt’s Frühstück. Dann weiter Richtung St.Georg`s. Unterwegs halten wir an einem traumhaften Strand. Da kein Kreuzfahrtschiff im Hafen liegt, ist auch wenig Betrieb. Wir fahren durch das Hafenviertel (das wir ja schon kennen) und sie fragt uns beim „Schnitzelhaus“, ob das was deutsches ist und was es bedeutet. Wir erklären ihr was man hier in welcher Qualität bekommt.
Wir fahren weiter durch den alten Tunnel in den anderen Teil der Stadt. Das sieht`s schon ganz anders aus. Viel Betrieb auf der Straße, Bars und auch Musik. Sie zeigt uns wo sie arbeitet (dort kann sie auch kostenlos parken) und wir gehen in die Bar ihrer Freundin. Die freut sich uns wieder zu sehen und wir trinken eine Limo zusammen. Im oberen Teil eines großen Supermarktes ist ein Schnellrestaurant und wir suchen uns an der heißen Theke was zum mitnehmen aus. Wir fahren zu ihr nach Hause, und sie zeigt uns wo und wie sie lebt. Weiter geht’s über Dörfer zu einem Wasserfall. Hier machen wir Picknick und essen was wir mitgebracht haben. Jessi hat noch frische Früchte für uns gekauft und erklärt uns was es ist. Zwischendurch ruft ihre Tochter aus der Schule an, weil sie was vergessen hat, was sie in der nächsten Stunde braucht. Also zurück nach Hause und Zwischenstopp an der Schule. Zum Schluß fahren wir durch den Regenwald zu einem schönen See in den Bergen. Dann wird es Zeit Juel, die Tochter, von der Schule ab zu holen. Danach fahren wir zurück in die Marina und trinken noch was zusammen auf dem Boot. Als wir uns zwei Stunden später verabschieden ist es als wären wir alte Freunde. Wir versprechen wieder zu kommen und Juel verspricht uns bis dahin schwimmen zu lernen, damit wir zum Fischen rausfahren können.
Zur Happy Hour an der Strandbar wählt Nicole ganz bewusst alkoholfrei. Von den Cocktails hier verträgt man nicht viel. Das haben wir gestern schon heraus gefunden.
Der Tag war sehr schön und wir machen uns jetzt ausgehfertig zum Essen.
Schöne Grüße
Nicole und Andreas
Donnerstag, 12. Mai 2011
Friendshipdinner

Das Essen war der Hammer. Jeder Bissen ein Genuß.
Ein langer Tisch mit 40 Personen. Teils Yachtis, teils Anwohner aus der Umgebung.
Rechts neben mir eine junge Frau von hier, ihr gegenüber ihre Freundin mit Tochter. Links ein Segler aus Main, ihm gegenüber ein Segler aus London, der auch mit der ARC herüber gekommen ist. Die Verständigung klappt halbwegs, nur den Londoner Akzent muss mein linker Tischnachbar erst ins amerikanische übersetzen, damit ich ihn verstehe.
Den hatten wir auf der Fahrt nach hier überholt. Aus der Entfernung kam mir sein Rigg schon etwas seltsam vor. Beim Essen kam dann auch das Gespräch darauf. Er fährt eine 45 Freedom. Die Werft ist auf Rhode Island. Das besondere ist, daß der Mast ganz ohne Verstagung auskommt. Keine Wanten, keine Stagen. Nur ein kleines Vorstag, 2/3 geriggt, für die Fock und das Groß ist im Baum aufgerollt.
Für heute haben wir uns mit unseren Tischnachbarn zur Rechten verabredet. Die wollen uns ein wenig über die Insel fahren. Ob die heute noch daran denken?
Wir werden es berichten.
Mittwoch, 11. Mai 2011
Paradiesisch
Der Anker hat gehalten. Ich bin in der Nacht ein paar Mal aufgewacht, weil heftige Böen am Schiff gerüttelt haben, aber wir lagen fest. Um 11 ging es dann los. Bis Point Salines sind es nur ein paar Meilen und der Wind bläst nach wie vor unstetig mit bis zu 28 kn. Da reicht auch die Genua.
Ab Point Salines wird es schwierig. Direkter Kurs geht nicht. Da kommt der Wind her. Also gegen den Wind kreuzen. Damit machen wir keinen Meter gut. Der Äquatorialstrom setzt so stark, daß wir bei dem Wind nicht gegen an kommen. Da hilft nur der Motor. Wir steuern um ein paar Inselchen und Flachs herum und kommen nach knapp einer Stunde in die Bucht Le Phare Bleu. Die Südküste von Grenada ist total zerklüftet und bietet eine Menge Ankerbuchten und Marinas. Für eine muss man sich halt entscheiden. Zum Glück liegen ein paar private Tonnen aus. Die Einfahrt ist mit Korallenbänken sehr eingeengt. Hier haben sich die Schweizer Jana und Dieter einen Traum erfüllt und eine kleine Marina mit Resort gebaut. Die Bucht liegt ca. 5 sm östlich von Point Salinas und ist ein echter Traum. Das Marina-Office ist in einem alten Feuerschiff untergebracht, das der Besitzer vor sechs Jahren restauriert und aus Europa hierher geschafft hat. So verrückt muß man erst mal sein. Die "Västra Banken" wurde um 1900 in Stockholm auf Kiel gelegt (http://www.feuerschiffseite.de/SCHIFFE/SCHWEDEN/FS23/fs23.htm) . Heute dient diese Schiffs-Antiquität als Büro des Marina- und Resort-Managements. Darin ist auch ein kleines Museum untergebracht, das über die Geschichte des Feuerschiffes erzählt sowie eine Bar und Restaurant. Die Angestellten sind superfreundlich und nach den Formalitäten setzen wir uns erst mal an die Strand- Poolbar und trinken einen Rumpunsch. Der Blick auf das Meer, die Wellen die sich am Riff brechen, die kleine Insel mit dem schönen, palmenbewachsenen Sandstrand…… Wir wollen gar nicht mehr aufstehen.
Der Rumpunsch hat es „in sich“ ist aber total lecker. Nach dem zweiten ist dann erst mal verspäteter Mittagsschlaf angesagt.
Für heute Abend, haben wir uns zwei Plätze zum Friendship Dinner reserviert. Eine lange Tafel, und es wird gegessen was auf den Tisch kommt. Was auch immer und wie viel auch immer. Nicole war direkt begeistert. Besser als gestern Abend wird es auf jeden Fall. Wir werden hier ein paar Nächte bleiben und von hier aus die Insel Grenada erforschen.
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Mittwoch, 11. Mai 2011
Grenada 10.Mai
Nach dem Frühstück haben wir in Ruhe das Boot klariert und um 10.20 Uhr den Anker hoch geholt.
Als wir aus der Bucht heraus waren, hat uns ein schöner Segelwind mit 16 – 20 Knoten empfangen.
Schnell die Segel hoch und den Motor aus. Bis zur Nordspitze Grenadas sind es etwa 17 Meilen und die paar kleinen Inselchen dazwischen werden nicht viel stören. Das wird eine schöne Überfahrt. Die Angel bleibt auch heute drin. Nicole möchte gerne mal wieder essen gehen.
Unterwegs muss ich ständig den Kurs korrigieren. Die Strömung setzt hier so stark, daß ich zeitweise 30 Grad vorhalten muss um auf meinem Kurs zu bleiben. Wir machen einen Bogen, um den noch aktiven Unterwasservulkan. Die direkte Überfahrt ist aus Sicherheitsgründen auch verboten. Hier begegnet uns auch die „Neki“. Eine Oyster unter US-Flagge, die wir von der ARC kennen.
Ein paar Meilen südlich der Nordspitze Grenadas erwischt uns die erste Flaute. 0 Wind. Wir sind unter Landabdeckung und die hohen Berge bringen Windschatten. Also Segel rein und Motor an. Nach nur einer Minute bläst es wieder mit 20 Knoten. Segel raus und Motor aus. So geht es noch ein paar Mal, bis ich dann die Segel drin lasse und die letzte Stunde unter Motor fahre. Die Batterien brauchen auch wieder etwas Strom. Um kurz nach 16 Uhr sind wir da. In die enge Lagune wollen wir nicht, die ist auch schon voll. Also werfen wir neben der Einfahrt, vor dem Strand auf 5 Meter den Anker. Es liegen noch 7 weitere Segelyachten im weiten Abstand hier. Leider hält der Anker nicht, auch beim 2. Versuch slippt er über Grund. Wir fahren 100 Meter weiter und versuchen es erneut. Diesmal klappt es . Da heftige Fallböen von den Bergen herunter kommen darf ich jetzt nicht nachlässig sein. Wir lassen zur Sicherheit 50 Meter Kette raus. Bei 5m Tiefe ist das ne Menge.
Wir wollen noch in den Ort. St. George`s ist der Hauptort auf Grenada und den wollen wir uns ansehen. Mit dem Dingi sind wir schnell im Hafen. Fast genauso schnell haben wir auch den Ort besichtigt. Wir sind etwas enttäuscht. Keine Geschäfte, keine Bars, keine Restaurants, keine Musik.
Da hatten wir uns mehr vorgestellt. Mangels Alternativen, kehren wir im „Schnitzelhaus“ ein. Ein „German Restaurant“. Normalerweise mache ich um solche Läden eine großen Bogen, aber hier gibt es nichts anderes. Ich bestelle ein Jägerschnitzel mit Bratkartoffeln. Nach dem ersten Bissen denke ich „hättest Du doch bloß einen gro0en Bogen gemacht“. Nicoles Blick, sagt mir, daß sie das gleiche denkt. Wir wechseln noch ein paar nette Worte mit der Besitzerin/Köchin. Sie kommt mit ihrem Mann aus Berlin und ich wage nicht zu fragen, was sie mal gelernt hat.
Im Dunklen fahren wir wieder raus in die Bucht und Nicole macht uns erst mal einen schönen Rumpunsch.
Viele Grüße
Nicole und Andreas
Montag, 9. Mai 2011
Carriacou Montag 9.5.
Ein fauler Tag. Nach dem Aufstehen, erst mal schwimmen. Das Wasser ist so herrlich….
Dann in Ruhe Kaffee trinken, Nicole macht ein paar Brote und dann nochmal Kaffee.
Irgendwann holen wir den Anker hoch und fahren unter Motor das kurze Stück nach Carriacou.
Die Segel lassen wir drin, da die Batterien auch mal wieder etwas Saft brauchen und nach einer Stunde sind wir dann auch schon in der Hillsborough Bay. Carriacou gehört zu Grenada und Hillsborough ist der Hauptort auf der Insel. Wir lassen sofort das Dingi ins Wasser und fahren zum Einklarieren an Land. Erst zur Polizeistation für Immigration, dann zum Zoll. Die nette Beamtin verlangt EC$ 75,-- und möchte keine US$. Da ich keine EC$ mehr habe muss ich schnell zur Bank. Dort schaue ich mich nach einem Automaten um und finde keinen. Also stelle ich mich in die Schlange und warte bis ich dran komme. Als ich der netten Dame meine Mastercard zeige schickt sie mich zum Automaten. Der ist nebenan, etwas verdeckt von der Straße zugänglich. Dann schnell zurück zum Zoll. Der Hafenmeister will auch noch ein Formular, aber dann sind wir legal im Staate Grenada unterwegs. Danach gehen wir die Mainstreet entlang und sammeln ein paar schöne Eindrücke. Die Ortschaft hat einen traumhaft schönen Strand, aber niemand liegt hier in der Sonne oder ist im Wasser. Nach uns kommen noch ein paar Segler in die Bucht, aber die meisten fahren nach dem Einklarieren wieder weiter. Wir fahren zurück auf unser Schiff, wärmen uns die Reste des gestrigen Abendessens in der Mikrowelle auf, gehen schwimmen und relaxen in der Sonne. Im Ort haben wir nichts gesehen, was zum Abendessen einlädt, deshalb bleiben an Bord.
Viele Grüße nach zu Hause
Nicole und Andreas
Sonntag, 8. Mai 2011
Petit St. Vincent Sonntag 8.5.
Mit Nicole auf einer einsamen Insel…………….
Petit St. Vincent
eine kleine Hotelinsel, feiner Sandstrand mit Palmen. Sehr gepflegte Anlage, was man so erkennen kann. Nicole mutmaßt, daß es dort auch ein schönes Restaurant gibt.
Wir haben heute früh an dem kleinen Flughafen von Union Island ausgecheckt. Ging eigentlich recht schnell. Nur auf dem Formular, was ich ausfüllen musste, konnte der Beamte einen Buchstaben nicht eindeutig bestimmen und fing darüber eine Diskussion an. Letztendlich hat er sich aber wieder beruhigt und alles abgestempelt.
Die Überfahrt von Union Island war gut eine Stunde. Petit ST. Vincent ist fast gänzlich mit Korallenriffen umgeben und die Zufahrt von Westen ist recht flach. Dazu habe ich die Segel heruntergenommen. Etwas mulmig war mir schon, als da Echolot unter 5m anzeigte.
Ich habe unseren Ankerplatz weit weg von den wenigen anderen Schiffen gewählt, aber jetzt haben sich zwei Franzosen dicht vor mich und ein Ami direkt neben mich gelegt. Dabei ist die Lagune soooooo groß.
Wir sind erst mal mit dem Dingi ans Riff zum Schnorcheln gefahren. Traumhaft!
Das Thermometer zeigt 32,5 Grad Wassertemperatur an und glasklar, wenn nicht die vielen Fische immer die Sicht versperren würden….
Viele Grüße
Nicole und Andreas
Sonntag, 8. Mai 2011
Union Island Samstag 7. Mai
Es war wieder in perfekter Segeltag . Wind mit 15 Kntoten und keine Welle. Um kurz nach 3 machen wir an einer Boje fest. Auch hier ist wenig Betrieb. Die Saison ist halt schon zu Ende. Das Wasser in Clifton Harbour ist türkisfarben und klar. Nach dem Festmachen springen wir erst mal hinein. Eine echte Erfrischung ist das aber nicht. Erst der schwache Wind auf der nassen Haut bringt etwas Abkühlung. Wir fahren mit dem Dingi an Land (den Propeller habe ich heute früh wieder gewechselt) und trinken erst mal einen Rumpunsch bei Jutta Hartmann. Die betreibt hier einen kleinen, aber weit und breit einzigen Zubehörladen und ist ehrenamtliche TO-Stützpunktleiterin. Danach kaufen wir ein bisschen frisches Gemüse und Obst bei Erika. Nicole braucht noch Tomaten und Zwiebeln für den dritten und letzten Teil des Wahoo. An einer Bar in der „Mainstreet“ steht ein roter PKW. Aus den offenen Türen dröhnt Reggaemusic . Im offenen Kofferraum stehen 2 Kübel aus denen Suppe verkauft wird. Wir bleiben auf nen Bier und genießen die lockere Stimmung. Die Typen die hier rumstehen und sich im Rhythmus der Musik bewegen sind echt cool. Wir müssen uns losreißen, gleich wird es dunkel und wir wollen zurück aufs Boot. Jetzt freue ich mich schon aufs Abendessen.
Morgen wollen wir auschecken. An dem kleine Flughafen hier ist das wohl auch am Sonntag möglich.
Innerhalb 24 Stunden müssen wir dann die Gewässer der Grenadinen verlassen haben, das gibt uns aber noch Zeit für eine Übernachtung bei Petit St. Vincent. Eine Miniinsel umgeben von sehenswerten Korallenriffen. Die Ankerplätze sollen die schönsten der Windwards sein.
Danach geht’s nach Carriacou zum Einchecken. Carricacou gehört zu Grenada, das als nächstes auf unserer Liste steht. Aber eins nach dem anderen. Jetzt gibt es erst mal Abendessen.
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Samstag, 7. Mai 2011
Bequia Freitag 6.Mai
Es ist nur ein kurzer Schlag bis Bequia. Um halb 12 sind wir los und 90 Minuten später fällt der Anker wieder. Etwas länger bastel ich an dem Außenlautsprecher des UKW-Funkgerätes. Der hat noch nie zuverlässig funktioniert und jetzt kommt gar nichts mehr. Ist es das Gerät, das Kabel oder der Lautsprecher? Nach einer halben Stunde weiß ich, es ist der Lautsprecher selber. Da ich keinen Ersatz habe, tausche ich ihn gegen den Lautsprecher am Kartentisch. Das schwierige sind die Kabel. Alles ist so eng. Das wäre was für einen Gynäkologen. Aber mit Hilfe meiner Frau gelingt es mir dann auch.
Danach brauchen wir eine Abkühlung und springen ins 30 Grad warme Wasser.
Wir wollen noch ein paar frische Lebensmittel kaufen und natürlich an der Bar des Frangipani-Hotels einen Rumpunsch trinken. Also Dingi ins Wasser und los. Den im Dezember in Rodney Bay reparierten Propeller habe ich wieder montiert und sollte mich eigentlich überleben („for the rest of your life“ war die Aussage des Mechanikers). Schon nach 20 Metern ist er wieder hinüber. Aber wir kommen dann doch noch an Land und genießen die Stimmung im Ort. Alles ist so easy und die Menschen so freundlich. Es ist schön hier zu sein.
Es gibt zwei Supermärkte im Ort. Den einen kenn wir schon vom letzten mal. Wir probieren den anderen. Vier Regalzeilen und eine Kasse….. Wie zu Hause, nur kleiner. Wir kaufen nichts und gehen wieder zum ersten. Der erinnert ein wenig an die Läden, die man aus den Western kennt. „Fünf Päckchen Munition und einen Sack Kartoffeln“ Munition gibt’s hier wahrscheinlich nicht, aber alles Nötige haufenweise gestapelt. Und der Besitzer ist ein echtes Original. Alter: Unschätzbar, aber jenseits der 70, Graue Haare, grauer Vollbart und flinke, hellwache Augen.
Wir kaufen was wir brauchen, bringen die Tasche zum Dingi und kehren an der Bar ein.
Zurück auf der Yacht, macht sich Nicole sofort ans Abendessen. Der zweite Teil des Wahoo. Ob sie das gestrige Abendessen noch toppen kann ???
Der Abend ist ruhig, Kein Wind. Sternenklarer Himmel und die dünne Mondsichel liegt auf dem Rücken.
Viele Grüße
Andreas und Nicole
Donnerstag, 5. Mai 2011
Ein ruhiger Tag
Da es hier schon um 6 Uhr dunkel ist, verschieben sich die gewohnten Zeiten entsprechen. Um 9 ins Bett und früh aufstehen.
Nach einem kurzen Bad im 28 Grad warmen Wasser holen wir um 7.40 Uhr den Anker hoch. Etwa 2 Minuten brauchen die 35 Meter Kette, bis sie im Kasten sind, dann gehts los unter Motor aus der Bucht. Am Huk bekommen wir durch den Düseneffekt ein wenig Wind und die Segel sind schnell draußen. Zwei Meilen weiter verliert sich das und der Motor wird wieder gestartet. Nach 2 Stunden dann endlich Wind mit ca. 12 kn. Das reicht für 6 kn Fahrt bis wir in die Landabdeckung von St. Vincent kommen. Bei unter 5 kn Wind müssen wir wieder motoren. Dafür gibst aber auch kaum Welle. Die schönen Ankerbuchten von St. Vincent lassen wir aus. Zum einen wegen der immer wieder beschriebenen Überfälle dort zum anderen wollen wir aber auch weiter. Unser Ziel ist der Young Island Cut ganz im Süden der Insel. Hier waren wir zwar schon mal, aber Nicole möchte gerne nochmal in das schöne Restaurant dort. Also nichts wie hin. Zwei Meilen vor unserem Ankerplatz meldet sich dann meine Angel. Ein Wahoo von ungefähr einem Meter Länge hat gebissen. Schnell ist er an Bord und Nicole filettiert ihn fachmännisch. Somit fällt der Restaurantbesuch aus. Um 16 Uhr hilft uns ein Boatboy beim Festmachen an der Boje. Zum einklarieren wähle ich den einfachen Weg: CT (Charly Tango), kommt an Bord nimmt alle nötigen Papier mit und erledigt das für uns. In der Zeit können wir schwimmen gehen. Außer einer AMEL, die 20 Minuten nach uns kommt, sind wir alleine hier. Traumhaft! Ich freue mich jetzt auf ein tolles Fischgericht und sende Grüße an alle, die diese Zeilen lesen.
Danke Silvi für den Eintrag
Donnerstag, 5. Mai 2011
Oh wie schön......
Die Sonne scheint durch das kleine Seitenfenster und weckt mich schon recht früh.
Schnell duschen und Kaffee kochen. Frühstück an Deck. Um 8 wollen wir los. Leider läßt sich das Bugstrahlruder nicht einschalten und verhindert so ein zeitiges Ablegen. Der Fehler ist dann schnell gefunden und um 9 geht‘s dann endlich los. Herrliches Segelwetter. Der Wind bläst mit 18 kn und die Sonne scheint fast den ganzen Tag. Nach ca. 10 sm kreuzen 2 große Wale unseren Kurs und schwimmen ca. 30 m an unserer Yacht vorbei. Ein toller Anblick. Bei den Pitons ist plötzlich Flaute und 2 sm weiter kommt der Wind jetzt aus SW mit 3 m Welle. Um 16 Uhr fällt der Anker in der großen, geschützten Bucht von Vieux Fort. Ich wähle unseren Ankerplatz unterhalb eines dicht bewaldeten Hanges, etwas weiter ist allerdings der große Betonanleger für die Frachter in Sicht.
Nicole springt sofort ins Wasser, ich räume auf und springe dann hinterher.
Ein schöner Segeltag geht zu Ende und wir hoffen auf weiterhin gutes Wetter.
Liebe Grüße
Nicole und Andreas
Mittwoch, 4. Mai 2011
Leinen los
Mittwoch früh.... Gestern haben wir ausgecheckt. Heute früh siehts gut aus. Nur ein paar Wolken kommen über die Hügel. Über dem Meer ist alles blau.
Letzte Nacht hat Hajo noch lange an einem Fehler auf meiner HP gesucht und ihn auch beheben können. Jetzt gehen die Einträge schneller ins Netz.
Entgegen den ursprünglichen Plänen segeln wir jetzt nach Süden. Die Vorhersagen sind für den Süden tendenziell etwas besser als für den Norden.
Gestern Abend haben wir noch zwei nette Paare am "Boardwalk" kennen gelernt. Beide aus USA und haben sich hier getroffen. Die einen kommen von der Westküste durch den Panamakanal, die anderen von der Ostküste. Jetzt fahren sie zusammen nach Grenada.
Wir wollen erst einmal an St.Vincent vorbei, dann mal schauen was sich anbietet.
Der Dockmaster ist im Anmarsch um Wasser- und Stromzähler abzulesen. Dann gehts los.
Endlich!!
Dienstag, 3. Mai 2011
Heute ist Dienstag und es regnet fast ununterbrochen.
Wenigstens die WiFi-Verbindung ist halbwegs gut. Habe gestern stundenlang eine Wettervorhersage gesucht, die meinen Plänen entspricht, aber die haben sich alle abgesprochen. Keine Wetterbesserung in Aussicht. Nicht das mir als Siegerländer ein solcher Dauerregen unbekannt wäre, aber hier hatte ich doch auf Sonnenschein gehofft.
Den gestrigen Tag haben wir für kleinere Reparaturen und relaxen/lesen genutzt. Den ersten Wälzer habe ich schon durch. Das Sonnen/Mückenschutzrollo in der vorderen Kabine ist jetzt auch wieder in Ordnung. Ein Neues sollte € 850,- + Fracht kosten.
Heute Morgen habe ich meine HP umgebaut. (Habt ihr natürlich sofort gesehen) Die Berichte von der ARC stehen jetzt unter "Törns". Ein komisches Gefühl, diese für mich so wichtige und bewegende Episode in die "Ablage" zu verschieben. Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn ich darin lese.
Aber ich hoffe, dass ich von den nächsten Wochen auch noch einiges Schönes und Interessantes berichten kann und auch ein paar schöne Fotos einstellen kann. Im Moment könnte ich nur mit Grau und ein paar schemenhaften Farbklecksen dienen.
Wir geben die Hoffnung nicht auf.
Liebe Grüße an Alle von Nicole und Andreas
Dienstag, 3. Mai 2011
Sch…. Wetter!
Freitag Abend sind wir angekommen. Der Flieger ist nicht wie vorgesehen in Barbados zwischengelandet. Wegen eines "medizinischen Problems" eines Crewmitgliedes ist er erst nach St. Lucia geflogen. Der Flug war ruhig und das Flugzeug nicht mal zur Hälfte belegt, so dass jeder seinen Lieblingsplatz finden konnte. Mit drei weiteren Seglern, die mit im Flugzeug saßen haben wir uns dann einen Taxibus nach Rodney Bay geteilt. Es war schon dunkel und die Straßen grade abgetrocknet. Unterwegs fing es dann wieder zu regnen an.
Nachdem jeder "sein" Schiff gefunden hatte und wir unser Gepäck abgestellt hatten, haben wir uns noch im Cafe Ole auf ein Bier getroffen und sind früh schlafen gegangen.
Gestern sah es erst ganz gut aus. Strahlender Sonnenschein und 30 Grad mit angenehmem Wind. Ab Mittag dann aber immer wieder heftige Regenschauer. Der Regen kommt so schnell und so heftig, dass man, wenn man unterwegs ist, kaum eine Chance hat sich noch unter zu stellen. Innerhalb von Sekunden ist man völlig durchnässt. Am Steg, uns genau gegenüber liegt die Surya. Jack haben wir während der ARC kennen gelernt. Jetzt ist er mit seinem Bruder und zwei weiteren Männern wieder hier. Leider legt er heute wieder Richtung Norden ab, um mit der ARC-Europe wieder zurück zu fahren.
Den Tag verbringen wir mit Einkäufen, netten Gesprächen, Gepäck verstauen und lesen.
Abends trinken wir den ersten Rumpunsch am "Boardwalk". Nach ein paar Minuten nähert sich von der einen Seite ein Einheimischer , der Nicole nach einem kurzen Smalltalk seine selbstgebastelten Halsketten anpreißt, von der anderen Seite ein Australier mit einer schokobraunen Schönheit, die fast seine Enkelin sein könnte. Viel Gesprächsstoff scheinen die beiden nicht zu haben, also wendet er sich mir zu. Nachdem er mir ausgiebig von dem schönen Leben in der Karibik vorgeschwärmt hat (mit seiner bescheidenen Rente, lebt er schon seit vier Jahren sehr gut hier) schwenk er auf Wirtschaftsthemen. Auf jemanden, der mir die aktuelle Dollarschwäche und die stetig steigende gelbe Gefahr für die Weltwirtschaft erklärt, habe ich grade Lust. Ich höre ein paar Minuten geduldig zu bis er mal kurz sein Bier weg bringen muss und verschwinde mit Nicole und ihrer neuen Halskette ins "Starfish". Auf die leckeren Woknudeln dort, haben wir uns schon den ganzen Tag gefreut. Den Abend beschließen wir im "H2O" mit einem Rumpunsch. Plötzlich taucht der Australier wieder auf. Der ist aber auf der Suche nach seiner "Vollmilch-Nuss", die ist ihm wohl abhanden gekommen.
Heute, nach dem Frühstück, warte ich eine Regenpause ab und gehe rüber zum Office um mit Ulli abzurechnen. Die Regenpause auf dem Rückweg war leider nicht lang genug. Völlig durchnässt komme ich wieder zum Schiff. Das Bimini, bei "normalem" Regen ein guter Schutz, lässt diese Schauer nach 2 Minuten fast ungehindert durch. Wir sitzen unter der Sprayhood, trinken Kaffe und lesen. Also Zeit, mal wieder die Seite zu aktualisieren.
Bald gehts wieder los
Die Flüge sind gebucht und Ulli Meixner von DSL-Yaching hat (hoffentlich) alle besprochenen Wartungs- und Reparaturarbeiten erledigt.
Nicole und ich freuen uns schon riesig auf ein paar schöne Segelwochen in der Karibik.
Montag 17.1.2011
Die Fahrt zum Flughafen dauert ca. 1,5 Stunden.
Die Straße führt durch kleine Dörfer, Regenwald, Berge und vorbei an Bananenplantagen.
Die Verwüstungen, die Hurrikane "Tomas" Anfang November angerichtet, hat sind zum großen Teil noch zu sehen.
Die Beseitigung der Schäden wird auch noch sehr lange dauern.
Der Flug ist sehr unruhig. Der starke Rückenwind rüttelt die Maschine kräftig durch, bringt uns aber auch einen Zeitvorteil von ca. 20 Minuten.
Zu Hause werden wir schon erwartet. Fast alle Nachbarn haben sich auf unserer Terasse versammelt und empfangen uns mit Sekt und Bier. Einfach schön!!!!
Es ist kalt in Deutschland und ich friere den ganzen Tag. Man muss sich erst wieder daran gewöhnen.
Nachdem die wichtigsten, von den aufgelaufenen Arbeiten erledigt sind, müssen wir unbedingt in den Kalender schauen und überlegen, wann wir wieder zurück können (im April läuft die Oyster-Grenada-Regatta ?!?)
Bis dahin verabschiede ich mich an dieser Stelle und bedanke mich nochmal bei allen, die unsere Reise verfolgt haben, für die vielen Gästebucheinträge und Emails.
Herzlichen Dank
Andreas
Donnerstag 13.1.2011
unsere nächste Ankerbucht von St. Vincent war dann Chateaubelair. Neuerdings kann man wohl dort Ein- und Ausklarieren. Ohne einen örtlichen Guide hätten wir das Zollbüro aber nicht gefunden. Wir sind nett und freundlich zu den Leuten, aber etwas unbehaglich ist uns doch. Der Ort ist ziemlich ärmlich und folgenden Text habe ich vorher im Internet gefunden:
ST VINCENT
Chateuabelair is still a problem. We say this in our current guide, but in case anyone may think all is now OK I post this:
Dear Compass,
I wanted to advise you that we have been attacked by 4 pirates in ST VINCENT at the place of Chateaubelair (north place near the coconuts beach place), 1 of them get a pistol on me, another 1 with a coupe coupe (cutlass) with my girl friend, another one outside in a little boat with paddles waiting the others and another one looking inside the boat, they 've been out when I gave all the money that we had, 1 Breitling watch which was a present, 1 telephone, it was fastly done, they had time at the end of the day the sunday 18 October to check that we were 2 on board and it will be easy, we had broken the autopilot and we wanted to take a few hours on that place before to go, at 9.00 pm in the night dark they came on board, my girl friend received cut with the coupe coupe. The VHF was out of order too...so we 've been until Martinique to declare that accident and they advise us that we were the fourth in 2 years at the same place! strange that no guide advise about that place....anyway we wanted to advise you that accident if it can help for the others....Thanks and regards,
Leider bleiben wir in der Bucht auch alleine. Alle anderen Yachten fahren auch noch in der Dunkelheit noch vorbei.
Unser Boatboy Georg, bringt uns Muskatnüsse und frisches Brot. Er möcht nichts dafür haben. Wir geben ihm ein paar kleine Geschenke und Schokosnacks und haben einen Freund fürs Leben.
Gegen 10 holen wir den Anker rauf und setzten auch sofort die Segel.
Ein 6er Wind mit 2,5 bis 3 m Welle (Nicole meint: gefühlte 5-7m) aus NE ist dann schon etwas anspruchsvoller. 7 sm vor der Südspitze von St. Lucia erwischt uns dann eine Schlechtwetterfront und bringt uns für eine halbe Stunde kräftige Schauer und einen 8er Wind. Wir reffen die Segel ein und beschließen dann, nicht bis nach Rodney Bay zu segeln, sonder eine Pause bei den Pitons zu machen. Die Mooringbojen sind alle belegt, auch ein Stück weiter ist nichts mehr frei. Wir ankern vor dem Hummingbird Resort mit Landleine an einer Palme. Ein Bestail-Kat mit 8 Franzosen an Bord ankert kurz darauf in Luv neben uns. Das deren Anker nicht hält, interessiert aber nicht wirklich. Immer wenn deren Bug noch einen Meter Abstand zu uns hat, reklamieren wir und die Kette wird ein wenig eingeholt. Nach der 3. oder 4. Korrektur erlaube ich mir den Hinweis, daß nur ein erneutes Ankermanöver Abhilfe schaffen kann. Aber das scheint zu kompliziert. Statt dessen gehen alle schlafen. Ich bleibe wach und muss die Mannschaft noch zweimal wecken. Dann verhole ich unser Schiff ein paar Meter nach vorne und erhoffe mir dadurch, daß der Kat hinter uns Richtung Strand treibt. Das tut er dann auch, drückt allerdings auf unsere Landleine. Ich wecke wieder die Mannschaft und verlange jetzt endgültig ein erneutes Ankern. Tatsächlich werfen sie den Motor an und mit Hilfe einiger Fischer an Land, gelingt es ihnen nach ca. 1.5 Stunden 80 Meter weiter neu zu ankern mit Leine zum Pier. Nachdem das gelungen ist, gehe ich schlafen. Der Wind nimmt auch in der Nacht nicht ab und wir starten morgens ohne Frühstück. Nicole macht unterwegs Baguetts und Kaffee.
Kurz vor Rodney Bay kommt uns die SULANA entgegen. Alan und seine Familie stehen an der Reling und winken uns zu.
In der Marina bekommen wir zügig einen Platz zugewiesen und ich gehe sofort zum Einklarieren. Die Prozedur ist jetzt allerdings aufwendiger. Wir wollen das Schiff in St, Lucia lassen und fliegen selber nach Hause. Da braucht der Zoll einige Erklärungen und ausgefüllte Formulare.
Heute war dann ein Beamter an Bord und hat mein Angaben überprüft.
Es bleibt noch genug Zeit zum Aufräumen und Säubern. Morgen Nachmittag teilen wir uns mit Wolfgangs (WINDFLOWER) Familie ein Taxi zum Flughafen. Flugausfall wegen Schnee brauchen wir wohl nicht mehr fürchten.
Wir freuen uns jetzt auf zu Hause und alle, die unsere Reise verfolgt haben.
Sonntag, 9.Januar
Mounia und Heiko sind Donnerstag mit der Fähre nach St. Vincent. Wir sind dann von Union Island rüber nach Palm Island und anker vor einem herrlichen Sandstrand. Freitag, dann weiter nach Canouan und werfen den Anker weit abseits des Ortes und halten auch einen guten Abstand zu den anderen Yachten ein, die hier schon ankern. Die Idylle wird nur etwas gestört durch ein kleines Steingebäude am Strand. Aber was solls? Stunden später, die Sonne ist grade weg, wissen wir warum hier niemand ankert. In dem Gebäude wird der Generator angeworfen und die Entsalzungsanlage beginnt zu arbeiten. Wir bleiben trotzdem. Der Wind trägt den Lärm in die andere Richtung. Wir schlafen gut und lange. Nach dem morgendlichen Schwimmen fahren wir weiter und ein schöner 6er Wind aus ENE bringt uns gut an Bequia vorbei. Wir werfen den Anker in der schmalen Passage zwischen Young Island und St. Vincent. Hier treffen wir an der Hotelbar auf Young Island wieder auf Mounia und Heiko, die für den nächsten Tag einen Flug nach Martinique gebucht haben. Abends gehen wir in ein kleines Restaurant am Strand mit Liveband und essen Fisch. Heute haben wir uns ein Auto mit Fahrerin gemietet und eine Rundfahrt über St. Vincent gemacht. Die Fahrt war sehr eindrucksvoll, auch wenn der bedeckte Himmel das eine oder andere Panoramabild verdunkelt hat. Morgen wollen wir nach dem Frühstück noch ein wenig schnorcheln gehen, bevor wir uns weiter im Norden eine Bucht suchen, wo wir dann auch wieder ausklarieren können.
(Weiter unten habe ich noch ein Bild vom unserem Nachbarn am Neujahrsmorgen eingefügt. Auch in der Fotogallerie sind ein paar neue Bilder.)
Mittwoch 5. Januar
die Reparatur unseres Dingis hat sich dann doch bis Montag Mittag hingezogen. Jetzt hat es einen riesigen gelben Flicken. Aber es scheint dicht zu sein. Wir sind dann von Mustique nach Mayreau. In der Salt Whistle Bay hatten wir eine etwas unruhige Nacht, weil doch etwas Schwell herein kam. Dafür ist die Bucht wie aus dem Bilderbuch. Gestern sind wir "um die Ecke" in die Cays. Durch das Riff vor Wellen geschützt, aber der Wind pfeift durchs Rigg. Traumhaft schön. Wir ankern auf 4 Meter in türkisfarbenem, glasklarem Wasser. Zum Riff können wir schwimmen, oder mit dem Dingi fahren. Wir schnorcheln stundenlang in phantastischen Korallengärten. Die Nacht ist ruhig und heute morgen fahren wir nochmal zum Schnorcheln raus. Dann fahren wir nach Union Island. In Clifton Harbour lassen wir uns von einem Boatboy eine Boye geben und bestaunen den Ort erst einmal vom Schiff aus. Im Ort angekommen, bin ich richtig überwältigt von dem Flair. Das ist so schön, das kann man nicht beschreiben. Die kleinen bunten Häuser, Obstgeschäfte und einheimische Restaurants. Nicole und ich gehen die Hauptstraße entlang über einen Hügel, dahinter erstreckt sich ein Wiesental mit spielenden Schulkindern und ein paar Palmen. Einfach paradiesisch. Mounia und Heiko gehen zu Flughafen am Ortsrand um sich wegen eines Fluges nach Martinique zu erkundigen. Wahrscheinlich nehmen sie morgen die Fähre nach St. Vincent und dann weiter nach Martinique.
2. Januar 2011
Silvester in Bequia war grandios. Wir haben erst leckeren Fisch gegessen und sind dann in eine Bar auf einem Hügel gegangen. Von hier hatten wir einen exclusiven Blick auf das schönste Feuerwerk, das ich je gesehen habe. Gezündet wurde es von einem Lastenkahn aus, der in der Bucht lag. Ein unvergesslicher Anblick. Nach ein paar Rumpunsch sind wir weiter zum Frangipani-Hotel. Hier war an der Strandbar die Party noch im vollen Gange. Eine Steelband spielte und die Stimmung war super. In den frühen Morgenstunden sind wir mit dem Dingi zurück zum Schiff. Morgens, nach dem Aufstehen, sehen wir, an dem 60m-Segeler neben uns einen riesigen Schaden. Die Bordwand ist eingedrückt und auch die Aufbauten sind beschädigt. Ein großes Motorschiff hat in der Nacht wohl die Hafeneinfahrt nicht getroffen und den Segler gerammt. Wenn er uns getroffen hätte, wären wir innerhalb von Sekunden abgesoffen.
Gegen Mittag legen wir ab und segeln Richtung Mustique. Ein schöner 6er Wind und ein paar kräftige Böen sind zuviel für die Crew. Ich muss die Segel immer mehr einreffen. Die Hälfte der Strecke fahren wir mit kleinem Groß als Stütze und Motor. Die Britannia Bay ist recht voll, aber wir finden noch einen geschützten Ankerplatz auf 20 Meter. Etwas Schwell steht in die Bucht. Später werden ein paar Bojen frei und wir angeln uns eine näher zum Strand. Mounia und Heiko sind schon an Land geschwommen, wir treffen uns später in Basil`s Bar.
Heute bleiben wir hier. Schwimmen und Schnorcheln steht auf dem Programm.
Bei einem Landausflug zum Bäcker, ist Mounia mit dem Dingi etwas zu stürmisch und rammt den Holzanleger. Wieder Erwarten hält dieser dem Aufprall stand, leider ist unser Dingi nicht so stabil. Zum Glück finden wir jemanden, der unser Boot auch am Sonntag Mittag repariert. Das gibt Gelegenheit zu einem ausgiebigen Spaziergang an Land.
Donnerstag 30.12.2010
Vorgestern haben wir Mounia und Heiko in der Stadt getroffen. Erst das Gepäck an Bord gebracht und dann nochmal zurück zum Essen. Gehen in das einzige einheimische Restaurant das wir finden (McDoof und KFC wollten wir dann doch nicht). War aber nicht gut, dafür teuer.
Kurz bevor wir sie abgeholt haben meldet sich die Wasserpumpe und hört nicht mehr auf zu pumpen. Gerade jetzt ein Leck. Stelle die Pumpe ab, die muß jetzt warten.
Nach dem Essen suche ich das Leck. Der Heisswasserboiler verliert Wasser. Aus der Verkleidung fließt soviel, wie die Pumpe fördern kann. Die Anschlüsse sind in Ordnung und die Verkleidung lässt sich nicht abmontieren. Klemme den Boiler vom System ab. Warmwasser brauchen wir jetzt eh nicht. Jetzt noch ein Bier an der frischen Luft und dann ins Bett.
Gestern früh gehts an Land. Die Frauen ins Carefour zum Einkaufen, Heiko und ich zum Ausklarieren. Ein Computer steht zur Verfügung und der ist besetzt. Ein Skipper wartet schon vor uns und so müssen wir uns ca. 45 Minuten gedulden, bis wir dran sind. Geht dann aber schnell und kostenlos. Nachdem der Einkauf an Bord verstaut ist holen wir den Anker hoch und segeln bei einem schönen 5er Wind Richtung Süden. Ein paar kurze Schauer sehen wir als Erfrischung. Mit 7 - 8 kn segeln wir Richtung St. Lucia. Erst kurz vor der Einfahrt nach Rodney Bay bergen wir die Segel und fahren noch 15 Minuten unter Motor. Dann sitzt der Anker. Die Sonne ist seit 10 Minuten weg. Nicole kocht wieder lecker. Viel später wirft noch ein Segler den Anker hinter uns. Heute Morgen sehen wir, daß es die Sulana ist. Aber alle schlafen jetzt noch. Wir frühstücken schon, Heiko war lange im Wasser und gleich wollen wir wieder los.
Fritz hat mich gestern per Mail darauf aufmerksam gemacht, das wegen der Code-Eingabe im Gästebuch kein neuer Eintrag möglich ist. Hier stecke ein Fehler im System. Habe die Code-Eingabe gestern abend heraus genommen und dafür heute früh schon jede Menge Spams im Gästebuch. Setzte den Code deshalb wieder ein. Hoffentlich funktioniert es dann wieder.
Wir wünschen allen einen guten Rutsch und ein gesundes und erlebnisreiches Jahr 2011
28.12.
sind heute in Fort-de-France. Super Wetter und schöner Wind. Haben trotzdem früh den Anker geworfen um die Stadt anzuschauen. Ist ganz schön, aber wir sind froh, wenn wir morgen wieder weg können. Heute abend kommen Mounia und Heiko über Paris. Sie haben sich nochmal aus dem Flugzeug gemeldet, nachdem sie dort schon zwei Stunden auf den Start gewartet haben. Wahrscheinlich sind sie jetzt aber in der Luft. Morgen früh werden wir ausklarieren und dann Richtung Süden segeln. Der Wetterbericht sieht gut für uns aus.
27. Dezember
Vorgestern haben wir in Martinique einklariert. War ganz einfach: Im Büro war einer von 4 Computern frei, Seite ausfüllen, ausdrucken, der Beamte macht seinen Stempel drauf, fertig. Anschließend im Restaurant ein Baguette gefrühstückt und zurück aufs Schiff. Abends macht Nicole leckere Nudeln und nach einer Flasche Bordeaux gehen wir früh schlafen. Gestern sind wir dann weiter. Ein paar Stunden segeln, bei Sonnenschein und 5er Wind. Sind am frühen Nachmittag in einer schönen Bucht mit Sandstrand und Palmen. Glasklares Wasser läd zum schnorcheln ein. Neben vielen bunten Fischen, einigen Korallen und großen Seesternen, finde ich auch noch eine Segelyacht. Eine ca. 12m Aluyacht liegt hier auf Grund und ist nur mit einer Plastikflasche markiert, wie die vielen Hummerkörbe auch. Auf der Nordseite der Bucht liegen zwei weitere Segelyachten auf den Klippen. Sicherheitshalber schalte ich den Ankeralarm ein und laß den Plotter an. WIr gehen nochmal schwimmen und entschließen uns an Bord zu essen. Es ist so schön hier.
Heute morgen kommt Agustin von der "Zulu" ans Schiff geschwommen. Er war bei der Inviting Cruising Division 6. Jetzt ankert er mit seiner Familie 100 Meter neben uns. Gestern war er mit dem Dingi an Land. Nach dem Essen, auf der Rückfahrt geht ihm der Motor aus. Jemand hat ihm in der Zwischenzeit den Tank geleert. Ich fülle ihm eine Flasche mit Sprit ab.
Das Wetter schein beständig zu sein und Nicole wirft nochmal die Waschmaschine an. Heute Mittag geht es dann ein paar Meilen weiter in Richtung Fort-de-France, wo wir morgen Mounia und Heiko aufgabeln werden.
Der Journalist des MDR, der auch bei mir nach einer Mitfahrgelegenheit nachgefragt hatte, ist übrigens auf der "SHAKA" mitgefahren. Seinen 30-minütigen Filmbericht sendet der MDR (Kabel oder DTBV) am 1.1. um 19 Uhr.
Hajo und Björn haben jeweils auf YouTube was eingestellt: http://www.youtube.com/watch?v=n_bFPcr-g1g und http://www.youtube.com/watch?v=z08p1IfllUs
Habe heute früh beim Schnorcheln eine ca. 120 cm lange Schildkröte gesehen. Habe sie aus ca. 7 m Höhe eine Weile beobachtet. Dann wurde es ihr aber doch unheimlich und sie ist weggeschwommen.
24. Dezember, Heilig Abend
Gestern sind wir auf Martinique angekommen. Alles sah so gut aus. Gegen 10 sind wir von Rodney Bay weg. Vor der Ausfahrt stand eine hohe Brandung. Aus der Entfernung konnte man schön sehen, wie über St. Lucia eine riesige Regenwolke stand und heftige Schauer nieder gingen. Wir segelten mit 4 - 5 er Wind in Richtung Norden. In Le Marin fiel gegen 15 Uhr der Anker. Die Bucht rappelvoll. Das Einklarierungsbüro geschlossen. "Open from 7 to 12 am". Gegen Abend hatte uns dann der Regen wieder eingeholt. Heute früh warten wir bis halb 11, da läßt der Regen etwas nach. Dingi ins Wasser und mit Regensachen ans Land. Das Einklarierungsbüro ist geschlossen "Today closed". Was ist morgen oder übermorgen? Offen oder geschlossen? Wir wollen ordnungsgemäß einklarieren! Triefend naß kommen wir zum Supermarkt. Das Nötigste für die Feiertage einkaufen. Die Auswahl ist super. WIr befinden uns ja auch in der EU / Frankreich. Eine Flasche Bordeaux für heute Abend kostet nicht viel.
Wir sitzen jetzt in einem Straßencafe am Hafen im strömenden Regen unter einer Markise und trinken Lavazza-Cafe.
Die WiFi-Verbindung scheint gut zu sein und so kann ich die Seite nochmal aktualisieren.
Wir wünschen allen gesegnete Weihnachten.
4. Advent
Heute Mittag haben wir Hajo und Björn verabschiedet. Björn hofft noch, daß er heute fliegen kann, nachdem sein Flug gestern ausgefallen ist.
Die nächsten Tage bin ich mit Nicole allein.
Zur gestrigen Abschlußparty wurden unsere letzten Platzierungen bestätigt. 11. in der Cruising-Division und zweiter in unserer Gruppe. Wahnsinn!!!!
Unser Ausflug von Dienstag hat uns nur bis St. Vincent gebracht. Der Wind kam nicht optimal und Martin musste ja Freitag auch wieder auf St. Lucia sein. Wir haben aber drei Nächte in verschiedenen wunderschönen Buchten geankert. Unterwegs habe ich dann noch einen Sailfisch von ca. 150 cm gefangen. Der fehlte noch in unserer Liste. Nachdem unser Boatboy uns erzählt hatte, daß er den ganzen Tag noch keinen Fisch gefangen hat, schenke ich ihm die Hälfte vom Sailfisch. Da war die Freude groß! Die andere Hälfte hat uns Björn und Martin zubereitet.
Zum Tauchen oder Schnorcheln ist das Wasser zu trübe. Angeblich noch Folge von Hurrikan Tomas. Der Minister für Tourismus von St. Lucia hat in seiner Rede gestern Abend mit stockender Stimme und Tränen in den Augen von dem Hurrikan berichtet.
Nach ein paar hefigen Regenschauern gestern, regnet es heute schon den ganzen Tag.
Wir werden jetzt erst einmal den „Fahrplan“ für die nächsten Tage festlegen
Heute ist Dienstag der 14.12.
wir wollen nochmal raus. Segeln, schwimmen, tauchen. Das ist schöner als im Hafen rumliegen. Hajo kommt grade vom Einkaufen wieder und Björn hat uns im Marinaoffice abgemeldet. Jetzt fängt es an zu regnen.
Am Wochenende sind wir wieder zurück. Wir dürfen ja die Abschlußparty nicht versäumen. In der Wertung der Cruisingdivision sind wir auf den 11. Platz vorgerückt. Aber das wird sich nach Bewertung der Motorstunden auch wieder ändern. Egal wo wir landen, für mich ist das unfassbar.
Ich stelle mal noch drei Fotos ein. Erstens: 6.Dezember auf dem Atlantik, Zweitens: ein spektakuläres Foto aus der Mastspitze mit Groß und Genaker bei 5 Bft und eine Steelband am Strand.
Mehr Fotos kommen demächst in der Fotogalerie.
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